Klimareport für Europa

Abgelegt unter: Allgemein – Graccem schrieb am 1. Oktober 2008

Die Europäische Umweltagentur (EEA) hat am 29.09.2008 eine Klimabericht für Europa veröffentlicht. In diesem Bericht sieht es für Europa nicht sonderlich gut aus, denn die Temperaturen steigen in Europa schneller als der weltweite Durchschnitt.

Die Temperatur ist seit der Industrialisierung weltweit um 0,8° C gestiegen. In Europa aber um 1,0° C. Der Bericht geht davon aus, dass es in Europa noch zu einem weiteren Temperaturanstieg von 1,0° C bis 5,5° C geben wird. Dieser vermutete Anstieg liegt ebenfalls über dem weltweiten Durchschnitt.

Durch das Steigen der Temperatur gehen die Gletscher in den Alpen immer weiter zurück. Seit 1850 haben die Gletscher zwei Drittel an Volumen verloren. Besonders schnell sei die Abnahme seit 1980. Die Schneedecke nimmt pro Jahrzehnt um 1,3 Prozent ab. Bedingt durch das Abschmelzen der Gletscher aufgrund der Temperatur wird der Meeresspiegel ansteigen. Hierdurch werden vor allem die Küstenregionen bedroht. Die Niederlande zum Beispiel liegen jetzt schon zu 25% der Fläche unter dem Meeresspiegel.

Der Anstieg der Temperatur hat nicht nur eine Auswirkung auf die Umwelt, sondern auch auf den Menschen selber. Hitzewellen wie die von 2003 soll es in Zukunft häufiger geben. Bei der Hitzewelle von 2003 sind 70.000 Menschen ums Leben gekommen. Besonders gefährdet sind die älteren Menschen. Das Gesundheitssystem Europas muss sich auf diese Veränderung besonders einstellen, damit möglichst wenige Menschen ums Leben kommen.

Als weiteren Indiz für Klimaveränderung wird das veränderte Verhalten der Tier- und Pflanzenwelt angeführt. Einige Fischarten sind in den letzten 40 Jahren etwa 1.000 Kilometer nordwärts in die kälteren Regionen gewandert. Von den höheren Temperatur sowie Stickstoff- und Kohlendioxid-Gehalt profitieren derzeit die Wälder. Sie wachsen deutlich schneller. Es wird definitiv Verlierer und Gewinner bei dieser Veränderung geben. Im Allgemeinen findet eine Verschieben der Vegetationszonen nach Norden statt.

Mehr zum Thema: Klimareport der Europäischen Umweltagentur

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